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Große Homöopathen
Hahnemann, Samuel
Arzt und Chemiker, geboren am 10. April 1755 in Meißen, gestorben am 2.
Juli 1843 in Paris
Ab 1767 besuchte er die lateinische Stadtschule in Meißen. Aus Kostengründen,
Samuel hatte noch vier Geschwister, mussten seine Eltern ihn nach drei Jahren
von der Schule nehmen. Mit einer kaufmännischen Ausbildung, die sein Vater
wünschte, konnte er sich jedoch nicht identifizieren. Im Jahre 1770 gelang es
ihm einen Freiplatz an der Fürstenschule St. Afra in Meißen zu bekommen in der
er fünf Jahre studierte.
Mit 20 Jahren begann er dann, immer noch in Meißen, sein Medizinstudium. Das
Geld zum Studium verdiente er sich mit dem Übersetzen medizinischer und
chemischer Literatur. Nach Aufenthalten in Wien und Siebenbürgen legte er am
10. August 1779 sein Doktorexamen in Erlangen ab.
Es folgten einige "Wanderjahre" in denen er als Arzt und Chemiker
tätig war. In den Jahren 1793 - 1799 veröffentlicht er das über 1000 Seiten
umfassende "Apotheker-Lexikon".
1790 machte Hahnemann seinen Selbstversuch mit Chinarinde, damals einer Arznei
gegen das "Wechselfiber". Er entdeckt, dass das Mittel genau die
Symptome hervorruft, gegen die, die die zu heilende Krankheit hervorruft. Er
prägt hier die Aussage: Ähnliches heilt Ähnliches. Auf lateinisch: Similia
similibus curentur. Aber erst 6 Jahre später, nach vielen weiteren
Versuchen, veröffentlicht er seine Arbeit "Versuch über ein neues
Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen
Blicken auf die bisherigen".
Als Geburtsstunde der Homöopathie gilt das Jahr 1790.
In Torgau, wo er seit 1805 lebt und praktiziert, veröffentlicht er 1810 die
erste Auflage des Organons. In der dritten Auflage, die 1824 erscheint,
beschreibt er seine Entdeckung der Potenzierung von Arzneien. Seine
gebräuchlichste Dosis war zu dieser Zeit die "C30", die er in der
Regel einmal täglich verabreichte.
Inzwischen hatte er seinen Wohnsitz in Köthen. Dort befasste er sich intensiv
mit den chronischen Krankheiten. Es sind dies die 3 Grundübel Syphilis, Sykosis
und Psora.
1834 zog Hahnemann nach Paris um. Hier behandelte er hauptsächlich die vornehme
Pariser Gesellschaft. Aber auch die 6. und letzte Auflage seines Organons
schreibt er hier. in dieser Auflage beschreibt er die Zubereitung und Wirkungen
der Q-Potenzen.
Am 2. Juli starb der Begründer der Homöopathie an den Folgen einer
Bronchopneumonie.
Bönninghausen, Clemens Maria Franz von,
Geboren am 12.März 1785 in den Niederlanden, gestorben am 26. Januar 1864
Clemens von Bönninghausen war eigentlich Jurist, verdanke der Homöopathie seine
eigene Heilung. Neugierig geworden, arbeitete er sich in diese Heilmethode ein.
Er machte dies so gründlich, dass ihm der Doktortitel verliehen wurde und er
Menschen behandeln durfte. Er war mit Hahnemann freundschaftlich verbunden und
entwickelte die Symptomenlehre weiter. Er verfasste die erste zusammenhängende
Antidoten-Lehre.
Hering, Constantin Dr. med.
geboren 1. Januar 1800 in Oschatz/Sachsen gestorben am 23.07.1880
1825 Medizinstudium und promoviert im Jahre 1826 in Würzburg. In seiner
Doktorarbeit befürwortet die
Homöopathie. Er wanderte nach Amerika aus und gründete 1848 das
"Hahnemann Medical College" in Philadelphia. Er führte die
Schlangengifte in die Homöopathie ein. Die bekanntesten Forschungen und Arzneimittelprüfungen die Hering
durchgeführt hat, war das Gift von der Buschmeisterschlange "Lachesis
muta".
Er präget den Ausdruck, heute als Heringsches Gesetz bekannt: Die Schmerzen
bessern sich bei einer homöopathischen Heilung von oben nach unten. Die
Krankheiten von innen nach außen. Die wichtigsten Organe finden als erste
Erleichterung. Es können alte Beschwerden wieder auftreten. Die weniger
wichtigen Organe, wie die Haut, heilen als letzte.
Hering gilt als der Begründer der Homöopathie in Amerika.
Kent, James Tyler
Geboren 31. März, 1849 in Woodhull im Staat New York USA, gestorben 6. Juni 1916
in Sunnyside Orchard im Staat Montana USA.
Kent lehrte als Anatomie-Professor am "American College" in St. Luis.
Auch er hatte ein Schlüsselerlebnis mit der Homöopathie. Seine Frau, die
schlimm erkrankt war, und der kein Arzt helfen konnte, verlangte gegen Kents
Willen nach einem homöopathisch arbeitenden Arzt. Dieser leitete binnen weniger
Stunden die Heilung ein. Davon war Kent so betroffen, dass er sich nun mit aller
Kraft der Homöopathie widmete. Er arbeitete nun als homöopathische Arzt und
gab ab 1882 Vorlesungen über Homöopathie.
Von ihm stammen die Werke: Zur Theorie der Homöopathie , Arzneimittelbilder und
das Repertorium, nach dem heute noch viele Homöopathen arbeiten.
Schmidt, Pierre
Geboren 22. Juli 1894, gestorben 15. Oktober 1987
Schmidt praktizierte als homöopathisch arbeitender, erfolgreicher Arzt in Genf.
Schmidt gilt als Verbreiter der Lehren Kents in Europa. Zu seinen Schülern
gehören A. Voeglie, R. Flury, A. Haenni und J. Künzli von Fimelsberg. Pierre
Schmidt war über 50 Jahre als homöopathischer Arzt und Lehrer tätig, bevor er
sich 1971 zurückzog.
Vithoulkas, Georgos
geboren 1932 in Athen, Griechenland,
1966 Abschluss der Homeopathic Medical
College in Bombay mit einer Auszeichnung des Indian Institute of Homeopathy
1970 Gründung der Athener Klinik für Homöopathie,
an der fast alle heute in Griechenland homöopathisch tätigen Ärzte
ausgebildet werden
am 9. Dezember 1996 wird ihm in Stockholm der Right Livelyhood Award, der
sogenannte alternative Nobelpreis, in Stockholm verliehen.
2000 an den Universitäten in Kiew und Barcelona wird ihm ein Lehrauftrag
erteilt.
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